
Don Floriano befindet sich in einer höchst
prekären Lage: hat er doch im Duell den spanischen Thronfolger erstochen.
Noch dazu vor einem Bordell. Da sich solch ein Verhalten beim besten Willen
nicht schickt, tut er das, was wohl jeder halbwegsvernünftige Mensch in
seiner Lage tun würde: Er mimt einen Verrückten – und versteckt sich im
Irrenhaus.
Doch auch dort kommt er nicht zur Ruhe. Wurde er auf seiner Flucht von den
Häschern des Königs verfolgt, haben es nun alle weiblichen Insassen auf den
charmanten Irren abgesehen.
Zu allem Überfluss verliebt er sich in Dona Erifila,
die man - pikanter Weise in Unterwäsche - in den Straßen Valencias
aufgegriffen und ins Narrenhaus gesteckt hat. Denn: Wer im dünnen Kleidchen
durch die Straßen läuft, gehört in ein Irrenhaus. Zumindest im 17.
Jahrhundert.
Weitere Irre bevölkern die Szene, Hochzeitspläne werden geschmiedet, die
Eifersucht kocht über und dennoch bekommt keiner, was er eigentlich will.
Als während der „langen Nacht der Narren“ ein maskierter Fremder auftritt,
überschlagen sich endgültig die Ereignisse.
Wer nach diesem turbulenten Theaterabend noch sagen kann, was „verrückt“ und
was „normal“ ist, zählt eindeutig nicht zu den „Irren von Valencia“ – oder
etwa doch?